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Martin & Christel Pusch
B.P. 82 - Maroua - Kamerun
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Letzte Änderung am 27.06.2004

Eine Trauerfeier (von Christel Pusch)

Bouba Barnabas
Bouba Barnabas

Heute haben wir in einer Trauerfeier Abschied genommen von Bouba Barnabas. Er wurde ca. 1936 geboren. Mit 27 Jahren entschied er sich für ein Leben mit Jesus. Ab da engagierte er sich eifrig in der Gemeinde.

Nachdem er selbst Lesen und Schreiben gelernt hatte, scheute er keine Mühe, auch anderen diese Kunst beizubringen.

Ein besonderes Anliegen war es ihm, dass die Bibel in seine Muttersprache, das Guiziga, übersetzt wird. Inzwischen gibt es schon das Neue Testament, sowie die Psalmen, in dieser Sprache. Vor ca. 2 Wochen hatte der Stamm der Guiziga noch ein besonderes Treffen. Bouba Barnabas und die anderen aus dem Leitungskreis ermutigten ihre Brüder und Schwestern, sich aktiv an dem Projekt der Bibelübersetzung zu beteiligen.

Trauerfeier
Hier ein Einblick in den Gottesdienst
Gemeindeälteste - Abfahrt zum Friedhof
Auf diesem Pickup wurde der Sarg zum Friedhof gefahren. Die Leute in den weißen Gewändern sind die Gemeindeältesten. Sie sitzen um den Sarg herum.
Frauen - Abfahrt zum Friedhof
Die Frauen aus der Frauengruppe fuhren mit einem weiteren Wagen.

Nach Ende der Veranstaltung ging es Bouba nicht so gut. Er ließ sogar sein Fahrrad in der Gemeinde stehen. Kurz darauf musste er inīs Krankenhaus gebracht werden. Ich nehme an, dass er einen Schlaganfall erlitten hatte. Diese Woche ist er an den Folgen gestorben.

Da Bouba Gemeindeältester gewesen ist, hat die Trauerfeier auch im Gemeindehaus stattgefunden. Ansonsten werden die Aussegnungen jeweils im Gehöft der Familie des Verstorbenen abgehalten.

Die Verwandtschaft und die Gemeindeältesten gaben noch ein deutliches Zeugnis davon, wie vorbildlich Barnabas sein Christsein gelebt hat. Als ein Beispiel nannten sie die Tatsache, dass er sich über all die Jahre zu seiner Frau gestellt hat, obwohl sie ihm kein Kind gebären konnte. Das ist für afrikanische Verhältnisse außergewöhnlich und damit eben sehr beeindruckend!

Abschließend haben sich noch die meisten Trauergäste im Gehöft der Witwe eingefunden, um ihr Beistand zu leisten.