Neue Münzen in Kamerun

1 F CFA - Zahl1 F CFA - Rückseite

1 F CFA – 15 mm Ø – 1,5 mm dick

2 F CFA - Zahl2 F CFA - Rückseite

2 F CFA – 18 mm Ø – 1,4 mm dick

5 F CFA - Zahl5 F CFA - Rückseite

5 F CFA – 16 mm Ø – 1,7 mm dick

10 F CFA - Zahl10 F CFA - Rückseite

10 F CFA – 18 mm Ø – 1,7 mm dick

25 F CFA - Zahl25 F CFA - Rückseite

25 F CFA – 22,8 mm Ø – 1,6 mm dick

50 F CFA - Zahl50 F CFA - Rückseite

50 F CFA – 22 mm Ø – 2 mm dick

100 F CFA - Zahl100 F CFA - Rückseite

100 F CFA – 24 mm Ø – 2 mm dick

500 F CFA - Zahl500 F CFA - Rückseite

500 F CFA – 26,1 mm Ø – 2,1 mm dick

500 F CFA - Zahl

Rand der Münzen zu 5, 10 und 25 F CFA

500 F CFA - Zahl

Rand der Münzen zu 50 und 100 F CFA

500 F CFA - Zahl

Rand der Münze zu 500 F CFA.


Die Münzen zu einem und zu zwei F CFA haben einen glatten Rand.

Irgendwann in der zweiten Hälfte des Jahres 2006 kamen die ersten neuen Geldmünzen bei uns an. Offiziell waren sie schon am 29. März 2006 herausgekommen, aber es dauerte eine Weile, bis das neue Geld seinen Weg durch die Banken in die freie Wildbahn gefunden hatte. Und auch jetzt bekommt man noch überwiegend die alten Münzen zu sehen.

Von den Banken werden die neuen Münzen in farbiges Papier gerollt ausgegeben: rot (500 F), violett (100 F), orange (50 F), rosa (25 F), weiß (10 F), blau (5 F), grün (2 F) und grau (1 F).

Die Münzen sind alle auf die gleiche Art aufgemacht. Sie tragen auf der Vorderseite ihren Wert in großen, leicht zu lesenden Zahlen. Auf der Rückseite ist ein Korb mit tropischen Früchten dargestellt.

Lediglich die 500-F-Münze fällt etwas aus dem Rahmen. Unter dem Früchtekorb, wo bei den anderen Münzen die Jahreszahl steht, ist ein liegendes Oval zu sehen, das Jahr der Prägung findet sich direkt darunter auf dem Zierrand der Münze. In dem Oval soll man, wenn man schräg von der Seite darauf blickt, die Zahl „500“ erkennen können, und von der anderen Seite die Abkürzung „CEMAC“. Bis jetzt ist es mir allerdings noch nicht gelungen, etwas zu erkennen.

Im Moment sind nur Münzen mit dem Prägejahr 2006 in Umlauf.

Zum ersten Mal gibt es nun auch eine Münze, welche aus zwei verschiedenen Metallen besteht: das 100-F-Stück.

Die silberfarbenen Münzen sind magnetisierbar, auch das 100-F-Stück, allerdings nicht das 500-F-Stück.

Die BEAC (Zentralafrikanische Zentralbank) hat erklärt, warum sie die neuen Münzen herausgegeben hat. Obwohl die BEAC regelmäßig Münzen nachprägen ließ (zuletzt 2003), war ein starker Schwund an Münzen festzustellen. Drei Ursachen wurden angegeben:

  • Die Münzen wurden für Spielautomaten gehortet
  • Gewisse Münzen wurden von Handwerkern eingeschmolzen, um  Schmuck und andere Kunstartikel herzustellen.
  • Die alte 500-F-Münze war zu groß und schwer im Portemonnaie.
  • Um diesen Missständen abzuhelfen hat die BEAC 2005 1,25 Milliarden Münzen in Frankreich bestellt. Dabei wurde die Gelegenheit genutzt, die seit 1960 weitgehend unveränderten Münzen neu zu gestalten. Neben optischen Gründen ging es bei der Neugestaltung um höhere Fälschungssicherheit. Ausserdem sollen durch die Verwendung von neuen Werkstoffen weniger Münzen auf Abwege geraten, also von Handwerkern eingeschmolzen werden.

    Im Alltag muss man jetzt natürlich vorsichtig sein, wenn man Kleingeld bekommt oder ausgibt. Die alten Münzen bleiben gültig, und die neuen Münzen bekommt man inzwischen häufiger. Auch das Zählen von Kleingeld, beispielsweise nach der Kollekte in der Kirche, dauert jetzt länger.

    Hier, wo wir leben, gibt es übrigens keine Automaten, in welche man Münzen einwerfen könnte: Es gibt keine Parkuhren, keine Getränke-, Briefmarken- oder Fahrkartenautomaten. Es brauchen also auch keine Automaten umgerüstet zu werden, wenn neue Münzen herauskommen.

    Die alten Münzen hatte ich hier vorgestellt, die Geldscheine hier.

    Martin Pusch